Bewässerung

Beim Pflanzen gießen werden häufig gravierende Fehler gemacht, so daß sich die Pflanzen fühzeitig verabschieden. Entweder die Wurzel verfaulen innerhalb kürzester Zeit  weil keine Möglichkeit“ zum Luftholen“ – sprich durchlüften ist. Oder, die andere Variante, die Pflanzen vertrocknen, weil sie schlichtweg vergessen werden.

Eine allgemeingültige Gebrauchsanweisung gibt es nicht.

Grundsätzlich: nicht regelmäßig, sondern nach Bedarf gießen. Solange, bis Wasser aus dem Abzugsloch herausläuft. Überschüssiges Wasser wird eine halbe Stunde später aus dem Untersatz entfernt. Wie viel Wasser eine Pflanze braucht, hängt von ihrer Art und ihrem Standort ab. Etwa 98 Prozent des Wassers, das über die Wurzeln aufgenommen wird, verdunstet wieder über die Blätter. Deshalb verbrauchen alle groß-, weich- und reichlaubigen Gewächse viel Wasser, besonders an warmen Tagen und sonnigen Plätzen.
Je kühler und schattiger der Standort ist,  je kleiner und ledriger die Blätter, desto geringer ist auch der Wasserbedarf. In der lichtarmen Jahreszeit findet so gut wie kein Wachstum statt, entsprechend gering ist die Wassermenge, die von den Pflanzenwurzeln aufgenommen wird. Das heisst: die Wassergaben im Winter stark verringern, damit keine Wurzelfäule entsteht.

Kapillarbewässerung
Auf der Seite www.kapillar-ortmann.de erfahren Sie mehr über die Kapillarbewässerung. Dieses Verfahren ermöglicht Ihnen Ihre Pflanzen so zu bewässern, dass diese nicht austrocknen oder im Wasser stehen. Hier bekommen Sie auch noch andere wertvolle Tipps zur Pflanzenpflege.

Fäule vermeiden
Stängel die leicht faulen, benötigen gute Luftzirkulation und Schutz vor Feuchtigkeit. Dies erreichen Sie indem Sie eine dünne Kiesschicht direkt um die Stengel anbringen.

Einfache Bewässerung für ein paar Tage
Einige Urlaubstage überstehen die Pflanzen wenn ein Ende eines Baumwollschnürsenkel bis zu den Wurzeln in die Erde gesteckt wird, das andere Ende wird in ein Gefäß mit Wasser gelegt.
oder: Topfpflanzen in eine Wanne mit Zeitungspapier stellen. Danach Wasser einlaufen lassen – die Pflanzen ziehen Wasser nach Bedarf.
oder: Tüten von vakuumverpacktem Kaffee mit ein paar Löchern versehen, Wasser einfüllen und auf die Töpfe stellen. Das Wasser tropft nach und nach auf die Erde.
oder: Wasser in die Spüle einfüllen, ein Frotteehandtuch zur Hälfte in die Spüle legen die andere Hälfte auf die Spüle – dort die Pflanzen deponieren, das Handtuch wirkt wie ein Docht – zieht das Wasser hoch und die Pflanzen sind versorgt.
oder: Filzmatten im Balkonkasten – auf die entsprechende Größe zugeschnitten – saugen Gießwasser auf und geben es dosiert an die Pflanzen ab.

Wasser auf Vorrat
… mit PET-Flaschen ist nichts Neues, interessant ist aber der patentierte Aufsatz: ein mikroporöser Keramik-Konus der die Wasserabgabe steuert Das Aquasolo-Gießsystem wird z.B. in Baumärkten angeboten.

Bewässerung mit Tonkegeln
Auch Blumat genannt. Die Tropfkegel (aus Ton) werden in die Erde gesteckt und das Schlauchende wird in einen Wasserbehälter gehängt. Die Pflanzen saugen Wasser nach Bedarf. Das System vor dem Urlaub ausprobieren um festzustellen wie hoch der Wasserbedarf ist, entsprechend groß muss das Wasserreservoir sein.

Bewässerung für längere Zeit – Automatische Bewässerung
Per Computer können Sie Ihr Tropfbewässerungssystem oder den Regner programmieren wie Sie wollen. Z.B. die Gardena-Bewässerungsuhr im Gartenfachhandel, Baumärkten oder Gartenversand.

Keine Zeit zum Gießen?
Deshalb brauchen Sie nicht ganz auf Pflanzen verzichten. Einige Teku-Pflanzgefäße haben einen eingebauten Wassertank, größere Gefäße sind sogar mit Gleitrollen versehen.

Garten bewässern
Wenn Sie Ihren Garten einmal in der Woche ausgiebig gießen, sind Ihre Pflanzen gezwungen die Wurzeln tief in die Erde zu strecken. Dadurch verkraften Sie Trockenperioden besser. Trotz allem sollten Sie Ihre Pflanzen bei heißem Wetter nicht dursten lassen.

Bäume wässern
Bäume wurzeln metertief und benötigen bei wochenlanger Dürre im Sommer ausreichend Wasser. Eine Buche zum Beispiel 400l pro Tag. Als Faustregel gilt, dass 1l Wasser pro m² einen Zentimeter tief in die Erde dringt.

Pflanzen vergessen?
Letzte Rettung vor dem Vertrocknen: In einen Eimer Wasser stellen – fünf bis zehn Minuten, bis sich die Erde mit Wasser vollgesogen hat. Wenn keine Luftblasen mehr aufsteigen, aus dem Wasser nehmen, gut abtropfen lassen und zunächst vor direkter Sonne schützen. Dann wieder auf den Platz stellen.

Gießhilfe
Wenn die Erde so trocken ist, dass das Wasser sofort am Topfrand herausläuft ohne an die Wurzeln zu gelangen, dann geben Sie zwei Tropfen mildes Spülmittel in das Wasser und gießen damit die Blumen. So dringt es besser in die Oberfläche ein.

Einschränkung der Bewässerung
Bei Arten wie Schönmalve, Leberbalsam, Männertreu, Duftsteinrich, Petunien und Ringelblumen ist es sinnvoll während der Anzucht sparsam zu gießen. Natürlich dürfen die Pflanzen nicht welken, aber so wird die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheitserreger und Witterungseinflüsse gefördert und man erhält einen festeren Aufbau und früheren Blütenansatz.

Regenwasser
… ist zum Gießen billiger, aber heute nicht mehr unbedingt besser (saurer Regen) als Leitungswasser. Auf jeden Fall Gießwasser mit Zimmertemperatur verwenden, damit die Pflanzen keinen Kälteschock erleiden.

Wässerungstipps
Morgen- und Abendstunden sind ideal zum Gießen (einige Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel). Vermeiden Sie während der Tageshitze zu wässern, da sonst Brandflecken entstehen können und durch die Luftfeuchtigkeit Pilzerkrankungen gefördert werden. Ist der Boden stark ausgetrocknet wässern Sie zuerst leicht, und später, nachdem das Wasser eingesickert ist, nochmals stärker. Rosen sollten in den frühen Morgenstunden und nie abends gegossen werden.

Eine Mulde bilden
Um das Wasser, vorwiegend bei Neupflanzungen,  gezielt an die Wurzeln zu bringen, graben Sie eine Mulde um die Basis der Pflanze. Wenn Sie nun das Loch mit Wasser füllen, versickert dieses langsam und läuft nicht im Umfeld ab.

Die Bewässerung im Wintergarten
… ab September drosseln. Sie sollten im Winter die Gießintervalle verlängern, da Ihre Pflanzen an kühlen Tagen weniger Wasser brauchen. Sonst werden die Wurzeln zu nass und faulen.

Staunässe
Zerkleinertes Styropor im unteren Bereich der Pflanzstelle von Obstbäumen oder anderem Gehölz verringert die Gefahr der Staunässe bei schwerem Boden.

Tontöpfe oder Plastiktöpfe?
Grundsätzlich wachsen Pflanzen in Tontöpfen am besten. Grosse Pflanzkübel werden allerdings immer mehr durch Kunststoffkübel ersetzt, einfach des Gewichtes wegen.  Plastiktöpfe sind luftundurchlässig, halten somit die Feuchtigkeit besser. Die Pflanzen trocknen nicht so schnell aus, allerdings kann es auch leichter zu Wurzelfäule kommen.

Hydrokultur
Der Vorteil der Hydrokultur liegt darin, dass das Hantieren mit Pflanzen und Pflanzgefäßen komfortabler und sauberer abläuft als bei der herkömmlichen Bodenkultur. Es gibt weniger Bodenschädlinge. Die Wasserzufuhr ist einfacher, man braucht weniger zu gießen, umtopfen braucht man auch nicht so häufig.Nachteilig bei Hydrokultur sind die höheren Aschaffungs- und Unterhaltungskosten. Ausserdem ist Hydrokultur nicht für alle Pflanzen geeignet.
Die Hydrokultur ist  bequemen und für die Leute geeignet, die nicht ohne Pflanzen leben wollen, aber auch nicht zu viel Zeit investieren möchten.

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eine Antwort zu “Bewässerung”

  1. Bj1980 sagt:

    Einfache Zusammenfassungen zu den Pflegebedingungen vieler Pflanzen kann man unter http://www.blumen-mankopf.de/blumen-botanikum finden. Wir haben für Sie eine Vielzahl an Informationen zu gängigen Pflanzen und Blumen im Handel zusammengetragen.

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