Die Entdeckung der Tulpe

Die ersten Tulpenzwiebeln kamen 1554 aus der Türkei nach Deutschland und Holland, wo man sich ihrer auch gleich mit großer Hingabe annahm. Viele tausend Sorten sind über die Jahrhunderte entstanden. Wir kennen heute etwa 150 Tulpen­wildarten, von denen die meisten in Mittelasien, aber auch auf dem Balkan und im Mittel­meerraum vorkommen. Sogar in Deutschland ist eine Tulpenart vertreten, die Tulipa sil­vestris. Von Kleinasien und Südeu­ropa ist sie über die Alpen nach Süddeutschland gekommen und damit die einzige nördlich der Alpen vorkommende Wildart. Leider trifft man sie nur noch selten an. Früher war sie eine Pflanze der Weinberge, wurde aber durch die intensive Landwirtschaft immer mehr verdrängt. Der Name Tulpe hat seinen Ur­sprung im Persischen; dort gibt es das Wort „Dalband“ oder „Dulbant“, was soviel wie Turban bedeutet. Aus dem türkischen „Tulbant“ oder „Tolibant“ erhielt die Pflanze den latei­nischen Namen Tulipa, der auch heute noch als botanischer Name der Gattung Gültigkeit hat. Bisher sind et­was über 40000 benannte Sorten be­kannt

 

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