Archiv für die Kategorie ‘Pflanzen’

Tomaten leiden unter stark wechselnder Witterung


Hobbygärtner, die in diesem Jahr Tomaten gepflanzt haben werden mir dem Resultat nicht überall zufrieden sein.  In verschiedenen Regionen Deutschlands gab es starke Schwankungen beim Sommerwetter, Regen und Hitzeperioden inbegriffen. Dadurch sind bei vielen Tomatenstöcken Mangelerscheinungen und Krankheiten aufgetreten. Wenn die Tomaten ringförmig aufplatzen kann das am Wechsel von heißem zu trockenen Wetter liegen  oder auch Grund für zu trübes, regnerisches Wetter sein. Wenn die Wassergaben nach einer Hitzeperiode überschwenglich sind, können sie ebenso aufplatzen. Wer Schwierigkeiten mit konstanter Pflege hat kann im kommenden Jahr auf eine Tomatensorte zurückgreifen, die "platzfest" ist. Bei braunen Flecken am Stielansatz könnte entweder Blütenfäule der Grund sein oder die Pflanzen leiden unter Kalziummangel. Bei Trocknheit, aber auch bei zu naßem Boden, kann die Pflanze nicht die entsprechenden Mineralien aufnehmen. Um ein gutes Resultat, eine gute Ernte zu erreichen muß eine gleichmässige Bodenfeutigkeit gewährleistet sein. Wenn das nicht möglich ist, bieten sich kleinfruchtige Tomaten an, die weniger anfällig sind und deren Aroma ohne Weiteres mit den "Großen" mithalten kann.

 

 

 

 

Sommerphlox gehört eigentlich in jeden Garten

Sommerphlox blüht von Juni bis in den Herbst hinein. Die Wuchshöhe erreicht 40 bis 100 Zentimeter. Mit seinen zarten Farben in purpurrot, hellviolett, lila, weiß, mit rosa oder roten Augen ist der Phlox eine Pflanze die in einem blühenden Garten nicht fehlen sollte. Besonders abends verströmen die Blüten einen starken Duft. Im lichten Schatten, oder an einem hellen, aber nicht vollsonnigen Standplatz  gedeiht  Phlox besonders gut. Der Boden muss viele Nährstoffe haben und durchlässig sein. Bei ungünstigen Bedingungen wie Hitze, Trockenheit und schlechter Durchlüftung  kommt es gerne zu Mehltau und Blattflecken. Dann wird die Pflanze schnell unansehenlich und muß ganz zurückgeschnitten werden. Die Rispen vom Sommerphlox sollte man nach der Blüte abschneiden , so können Knospen an den Seitentrieben noch zum Blühen kommen. Im Spätherbst schneidet man die gesamte Pflanze kurz über dem Boden ab. In der Regel überstehen die Stauden auch einen kalten Winter. Wenn die Pflanzen einen guten Standort haben werden sie üppig wachsen und sollten am besten alle 4-6 Jahre geteilt werden. Wenn alle angesprochenen Kriterien erfüllt sind, hat man als Gartenliebhaber viel Freude an den mehrjährigen Stauden.
„Ein Garten ohne Phlox ist nicht nur ein bloßer Irrtum, sondern eine Versündigung gegen den Sommer“ – diese Aussage des Staudenzüchters Karl Foerster, der etliche Sorten herausbrachte, wird oft zitiert, weil man heute an Phlox das ganze Jahr über Freude haben kann.

 

Löwenzahn

Der Löwenzahn ist von der Umweltstiftung in Rastatt zur Pflanze des Monats Juli gekürt worden

Der Löwenzahn ist eine der ersten blühenden Pflanzen und mit seinen kräftig gelben Blüten auffallend, nach den kalten Wintertagen. Er läutet sozusagen den Frühling ein.  Der Löwenzahn ist anspruchslos und dabei auch noch gesund. aus dem westlichen Asien zu uns gekommen. Den Namen hat er bekommen, weil seine gezackten Blätter dem Gebiss eines Löwen zugeordet wurden. Die Pflanze ist sehr anspruchslos, deshalb findet man sie überall. An Wegrändern, auf Müllhalden, Feldern, Böschungen, überall leuchten ihre goldgelben Blüten. Für die Bienen sind die Blüten des Löwenzahn unersetzlich. Speziell im Frühjahr, wenn noch nicht viel anderes blüht sind sie für die Bienenvölker extrem wichtig. Man ein Gartenbesitzer ärgert sich über die schnell sprießenden jungen Blättchen in seinem Garten, andere wiederum haben den Vitamin- und Nährwert der jungen Blätter längst erkannt. Als Pesto oder Zugabe im Salat schmecken die leicht bitteren Blätter köstlich. Die Blüten eignen sich für Sirup oder Gelee.

Fazit: Nicht nur schön anzuschauen, wichtig für Insekten und lecker auf dem Tisch.

 

Wenn die Blüten abgeblüht haben werden die Samen der sog. Pusteblumen durch den Wind in alle Himmelsrichtungen getragen.

 

 

 

 

 

 

 

Zwiebelgewächs Allium

Allium ist ein Zwiebelgewächs und gehört in die Zierlauchfamilie. Der Geruch der Zwiebelgewächse ist stark zwiebelig – nicht unbedingt für jede Nase ein Wohlgeruch. Aber die beeindruckenden Blütenbälle, meist in lila, ziehen alle Blicke auf sich. Eine große Familie mit unterschiedlichen Arten, Formen und Farbnuancen. Jede Spezies hat ihr spezielles, auffälliges Aussehen. Es gibt circa 800 unterschiedliche Sorten wobei die meisten in Asien beheimatet sind. Allium gehören in üppige Bauerngärten, wo sie ihrem Habitus gerecht werden können. Beliebt sind sie auch als Schnittblume der langen Haltbarkeit wegen.

Wenn sich die einzelnen kleinen Blüten alle geöffnet haben ist die richtige Zeit zum Schneiden wenn die Allium getrocknet werden sollen. Dazu kopfüber an einem warmen trockenen und dunklen Ort aufhängen. So getrocknet eignen sich sich für Trockenblumenarrangements oder lassen sich gold- oder silber besprüht gut in die Adventsgestecke integrieren.

 

Reisetipp – Mainau

Blumeninsel Mainau in jeder Jahreszeit ein Erlebnis

Saisonale Pflanzungen begeistern die Besucher und entlocken so manchem ein A… und O…..
Beginnend mit Zwiebelgewächsen, rund einer Million Tulpen, gefolgt von hunderten wunderschön blühenden Rhododendren. Im Sommer unzählige duftende Rosen und  Stauden. Im Spätsommer/Herbst die vielen  farbenfrohenund unterschiedlichen Dahlien.
Nicht zu vergessen natürlich eine über 150 Jahre alte Baumsammlung mit beeindruckenden Mammutbäumen.

Wunderschöne Kübel- und Gefäßbepflanzungen, begeistern die Besucher und geben neue Impulse.

 

Ein Tag auf der Mainau ist Urlaub pur – tauchen Sie ein und genießen Sie die Schönheit und Ruhe der Natur!
 

Lavendel immer wieder eine Augenweide

Lavendel ist nicht nur im Garten eine Augenweide, sondern auch in der Küche gut verwendbar.

Lavendel im Garten, in Anlagen oder an Straßenrändern ist immer eine Augenweide. Und nicht nur für uns Menschen, auch die Insekten fliegen die Lavendelbüsche gerne an. Die Blütezeit ist von Juni bis August, je nach Sorte. Die frischen Blüten werden gerne getrocknet. Dazu schneidet man den Lavendel ab, bindet ein Sträußchen davon und hängt es kopfüber auf zum Trocknen. Am besten nimmt man ein Gummiband zum Zusammenbinden, denn durch das Trocknen verlieren die Stängel Wasser und die Stiele rutschen aus dem Gebinde. Für Trockensträuße gut geeignet, oder auch nur die abgestreiften, getrockneten Blüten in einem Stoffsäckchen für den Wäscheschrank – vertreibt Motten.
Was aber nur wenige wissen, Lavendel ist auch genießbar. Von jungem Lavendel sind Blüten, Triebe und Blätter essbar.

Lavendel kann mit Zucker oder Salz vermischt werden. Dafür werden getrocknete Blüten mit normalem Zucker oder Salz vermischt und so lange in einer Dose geschützt aufbewahrt, bis sich ein Lavendel- Aroma entfaltet hat. 
Lavendelöl wird hergestellt indem ein neutrales Öl mit getrocknetem Lavendel vermischt wird. Circa eine Woche ziehen lassen, danach durch ein Sieb geben und in eine Flsche abfüllen.

Lavendel ist geschmacksähnlich wie Rosmarin. So könnte man Rosmarin in der Küche durch Lavendel ersetzen und gibt den Speisen damit eine andere Richtung.

Da Lavendel sehr stark schmeckt, riecht sollte man mit der Dosierung vorsichtig sein. Am bekanntesten ist wahrscheinlich Lavendetee, der magenfreundlich und entspannend wirkt. Dazu lässt man einen großen Esslöffel getrocknete Lavendelblüten in einer Tasse heißen Wassers 10 Minuten ziehen.

Weniger bekannt grillen mit Lavendelsalz. Hiebei wird etwas Lavendelsalz über das Grillgut gegeben. Aber immer vorsichtig mit der Menge sein, sonst kann der Geschmack schnell parfümartig werden. Garten- oder Wildkräutersalat mit Lavendelöl ist ein ganz besonderer Genuß.
Süßspeisen mit Lavendelzucker bekommen ein besonderes Aroma – probieren Sie es einfach mal aus – Sie werden erstaunt sein.
Getrocknete Blüten können ebenso in ein Dessert gegeben werden oder auch auf den Salat gestreut werden.

Blut- oder Rosenklee

 

Eine ganz besonders schöne und dekorative Kleesorte ist der Inkarnat-Klee (Trifolium incarnatum)
Wahrscheinlich wegen seiner dunkelroten Blüte – auch Blutklee genannt. Auch bekannt unter Rosen- oder italienischer Klee.  Verbreitet vorwiegend im westlichen Mittelmeerraum und in Südeuropa. Der Inkarnat-Klee wird zur Futtergewinnung angebaut findet aber auch in unserer heimischen Küche Verwendung.
Die Sprossen aus diesen kleinen Samenkörnchen stecken voller leicht verwertbarer Nährstoffe. Sie sind glutenfrei und enthalten viele Vitamine, Mineralien, Ballaststoffe und Blattgrün. Die mild-erbsigen Rosenklee-Sprossen passen hervorragend zu Salaten, in Dips oder zu Gemüsegerichten.

Absolute Sonnenanbeter – Mittagsblumen

Für trockene und duchlässige, auch felsige Untergründe sind sie bestens geeignet –
Mittagsblumen sind anspruchslos und pflegeleicht, vorausgesetzt sie werden in vollsonnigen Lagen gepflanzt. Mit ihren dicken fleischigen Blättern können sie gut Wasser speichern und sich so an warme Standorte gut anpassen.

Nach Süden gerichtete Böschungen oder Steingärten sind ideal. Der Boden muß gut durchlässig, sowie leicht und sandig sein.
Mittagsblumen werden nicht viel höher als 10-12 cm und bilden an idealen Standorten dichte Blütenteppiche aus.
Die Blütenpracht entfaltet sich in voller Sonne und gegen Abend schließen sich die Blüten wieder. Die metallisch-pink-farbenen Blüten ziehen alle Blicke auf sich.

Gespinstmotte

Die spinnen ja, die Motten

 

Im Frühsommer gibt es verschiedene Büsche, Sträucher und Bäume, die mit seltsamen Gespinsten überzogen sind. Im ersten Moment und bei nicht genauerem Hinschauen könnte man an viele Spinnennetze denken. Es handelt sich aber hierbei aber nicht um Spinnen, sondern um Raupen der Gespinstmotte. Aus den abgelegten Eiern, die in Bäumen unter einer Schutzschicht überwintern, schlüpfen im Frühjahr Larven. Aus diesen entwickeln sich gefräßige gelb-graue, gefleckte Raupen, die die Blätter bis aufs Gerippe kahl fressen. Aus den Gerippen bauen die Raupen eine Behausung, um sich darin zu verpuppen. Der Kreislauf schließt sich, daraus schlüpfen neue Falter. Die Raupen tummeln sich in Massen in den Gespinsten und fressen die befallenen Bäume und Büsche teilweis komplett kahl. Obwohl die Büsche katastrophal aussehen können sie sich in den meisten Fällen doch wieder erholen. Wer diese Raupen im eigenen Garten frühzeitig entdeckt, tut gut daran sie abzusammeln, oder die befallenen Äste abzuschneiden und in der Mülltonne zu entsorgen.

Die „Kalte Sophie“

Eine Eisheilige mit Tradition,

die in diesem Jahr wieder einmal von sich reden macht. Sie bildet das Schlusslicht der fünf  Wetterheiligen, derer im Mai gedacht wird. Laut einer Bauernregel wird das milde Frühlingswetter erst nach dem 15.Mai, also der "Kalten Sophie" stabil. Bis zu diesem Zeitpunkt sind Bodenfröste durchaus normal, denn bis dahin kann sich der Einfluss kalter Polarluft bemerkbar machen. Die Verschiebung klimatischer Verhältnisse hat zwar dazu geführt, dass es schon häufig Jahre ohne diese Kälteperioden im Mai gab, doch langjährige Wetteraufzeichnungen belegen im Durchschnitt 2 Nächte mit Bodenfrösten in diesem Zeitraum.

Was passiert, wenn die jungen Blatt- und Blütentriebe vom Frost überrascht werden, konnten wir in den letzen Tagen gut beobachten. Die Bauern befürchten in manchen Regionen Deutschlands einen Ernteausfall bis zu 100% bei Kartoffeln, Kirschen, Trauben und Äpfeln. Doch auch viele Hobbygärtner hat es hart getroffen. Viele Sträucher und Gehölze, wie z,Bsp. Rosen, Hortensien, Ahorn, Kiwi und Khaki haben ihre ersten Blätter und Blütenansätze verloren. Hier hilft nur abwarten, denn Erfrorenes wird absterben, bzw. abfallen und neue Triebe bilden sich.

Unseren Khakibaum hat es leider voll erwischt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für Einjährige Pflanzen sieht es da ganz anders aus. Wer es nicht erwarten konnte Balkon und Terrasse, Kübel und Kästen mit allerlei Buntem zu bestücken, kann sich wenig Hoffnung auf Erholung machen. Geranien, Petunien und Co. sind wärmeliebende Pflanzen, die Minustermperaturen nur an extrem geschützten Standorten überleben können. Gleiches gilt für empfindliche Küchenkräuter und Gemüsepflanzen. Vor allem Basilikum und Tomaten benötigen bis Mitte Mai optimale Voraussetzungen, die normalerweise nur ein Gewächshaus bieten kann. Bei Kübelpflanzen gibt es ebenfalls Unterschiede. Während Oleander und Citruspflanzen, ja selbst das eine oder andere Magerittenstämmchen schon mal einen Härtetest bis zum Gefrierpunkt überstehen können, werden sich Fuchsien, Bouganvillea, Lantana u.a. möglichweise schon nach einer Frostnacht verabschieden.

Glauben sie also dem fachmännischen Rat von Gärtnern und Floristen, denn deren Fachwissen kann ihnen keine Discounterkette bieten und bestenfalls eine Menge Geld sparen.

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