Archiv für die Kategorie ‘Pflanzenschutz’

Wildbiene 2018

Die Wildbiene des Jahres 2018 ist die gelbbindige Furchenbiene. Sie gilt als Indikator für den Klimawandel, der dafür sorgt, dass sich trocken-warme Lebensräume immer mehr ausbreiten. So ist die gelbbindige Furchenbiene heute in viel nördlicheren Gebieten und in höheren Lagen aufzufinden als noch vor einigen Jahren.

Die Furchenbiene (Halictus scabiosae) ist auf ein vielfältiges Nahrungsangebot angewiesen. Ihre bevorzugten Blütenstände sind Korbblütler wie Flockenblume, Ferkelkraut oder Disteln.

Das Kuratorium des Arbeitskreises Wildbienen-Kataster sucht jedes Jahr eine besonders interessante Wildbienenart aus, um an ihrem Beispiel die spannende Welt dieser Tiere bekannter zu machen. Zudem möchte das Kuratorium darauf hinweisen, dass es immer weniger Blühflächen gibt und dass der Lebensraum und die Nahrung für die Wildbienen und Insekten insgesamt immer knapper wird.
Mehr Informationen gibt es unter dem Wildbienenkataster.

 

Quelle: Deutsches Bienen Journal

 

Insektenfreundliche Pflanzen auf kleinem Raum

Insektensterben – ein großes Thema

Nicht nur die heutige Landwirtschaft mit ihren Pestiziden macht den Insekten das Überleben schwer, es gibt viel zu wenig Blühstreifen und Hecken die den Insekten einen geeigneten Lebensraum und genügend Futter garantieren. Wer seinen Beitrag zur biologischen Vielfalt bringen möchte, kann auch auf kleinem Raum dazu beitragen. Jeder noch so kleine Garten, Terrasse oder Balkonkasten kann mit insektenfreundlichen Pflanzen und Blumen gestaltet werden. Welche Blumen wirklich insektenfreundlich sind finden Sie in der Liste
Der blühende Balkonkasten“ zusammengestellt vom Netzwerk Blühende Landschaft.

Die Liste ist übersichtlich unterteilt in Ein- und zweijährige Balkonpflanzen, Kletterpflanzen, Kleingehölze und Kräuter. Dort findet man eine üppige Auswahl und natürlich die allbeliebten Klassiker wie Petunien, Vergissmeinnicht, Ringelblume, Fuchsien und Kapuzinerkresse und viele mehr.

Sehr zu empfehlen natürlich auch insektenfreundlichen Kräuter und Beerensträucher. Kräuter sind doppelt nützlich – einmal für die Insekten und zum anderen auch lecker auf unserem Teller. Angefangen bei Lavendel, Schnittlauch, Basilikum, Minze, Bohnenkraut, Thymian und Oregano, die blühend ein Paradies für Insekten sind. Oregano ist eine Pflanze, von der besonders  Hummeln, Wildbienen, (Schweb-)Fliegen und Schmetterlinge begeistert sind.

Insektenfreundliche Pflanzen: Angaben zur Blütezeit, Blütenfarbe u.v.m. helfen bei der Pflanzplanung. Damit jeder seinen Balkonkasten oder seine Kübelpflanzungen richtig planen kann gibt es eine weitere Rubrik mit Pflanzen, die besonders gerne von Insekten genutzt werden. Blütenfarbe und Blütezeit und der bevorzugte Standort sind angegeben. Eine weitere Rubrik nennt die Insekten, die die die Pflanze anfliegen.

Hier noch eine Liste für einen insektenfreundlichen Balkonkasten
und einige Pflanzbeispiele

Hornissen vertilgen nicht nur Gartenschädlinge

 

sie können auch Rindenschäden verursachen. Speziell an Flieder, Birke, Esche oder auch an Ahorn kann man Rindenabschnitte beobachten, die wie abgeschält aussehen.

Die Hornissen schälen die Rinde um den austretenden Saft für ihre Ernährung zu nutzen. Nicht etwa um ihre Larven im Hornissennest zu ernähren, dafür wird tierische Beute verwendet, worüber sich die Gartenbesitzer wiederum freuen dürften. Hornissen sind respekteinflössende Insekten mit einem tiefen Brummen und wer mal mit ihnen in Berührung gekommen ist, wird versuchen, sich von ihnen fernzuhalten. Mit einem Hornissenstich ist nicht zu spassen. Der Stich ist nicht lebensbedrohlich wenn der Gestochene keine allergischen Reaktionen zeigt. Aber er ist allemal schmerzhaft und es kan einige Tage dauern bis die Schwellungen mitsamt den Schmerzen wieder abgeklungen sind.
Hornissen sind nach der Bundesartenschutz-Verordnung als besondes geschütze Art eingestuft und dürfen keinesfalls bekämpft werden.

 

 

 

 

 

 

Tomaten leiden unter stark wechselnder Witterung


Hobbygärtner, die in diesem Jahr Tomaten gepflanzt haben werden mir dem Resultat nicht überall zufrieden sein.  In verschiedenen Regionen Deutschlands gab es starke Schwankungen beim Sommerwetter, Regen und Hitzeperioden inbegriffen. Dadurch sind bei vielen Tomatenstöcken Mangelerscheinungen und Krankheiten aufgetreten. Wenn die Tomaten ringförmig aufplatzen kann das am Wechsel von heißem zu trockenen Wetter liegen  oder auch Grund für zu trübes, regnerisches Wetter sein. Wenn die Wassergaben nach einer Hitzeperiode überschwenglich sind, können sie ebenso aufplatzen. Wer Schwierigkeiten mit konstanter Pflege hat kann im kommenden Jahr auf eine Tomatensorte zurückgreifen, die "platzfest" ist. Bei braunen Flecken am Stielansatz könnte entweder Blütenfäule der Grund sein oder die Pflanzen leiden unter Kalziummangel. Bei Trocknheit, aber auch bei zu naßem Boden, kann die Pflanze nicht die entsprechenden Mineralien aufnehmen. Um ein gutes Resultat, eine gute Ernte zu erreichen muß eine gleichmässige Bodenfeutigkeit gewährleistet sein. Wenn das nicht möglich ist, bieten sich kleinfruchtige Tomaten an, die weniger anfällig sind und deren Aroma ohne Weiteres mit den "Großen" mithalten kann.

 

 

 

 

Angriffslustige Wespen

Wer kennt das nicht, der Tisch ist draussen, auf der Terrasse oder im Garten, schön appetitlich gedeckt und bevor alle sitzen haben sich die Wespen schon niedergelassen. Das verdirbt so manchem Gast den Appetit, ganz besonders wenn jemand allergisch auf Wespen reagiert. Es gibt eine Möglichkeit sich gegen diese kleinen Biester zur Wehr zu setzen:

Gegen angriffslustige Wespen kann man sich mit Hilfe eines Wasserzerstäubers wehren. Anpusten oder nach ihnen schlagen macht die Tiere unruhig und agressiv. Durch Anpusten wird das Kohlendioxyd in der Atemluft freigesetzt und das gilt als Alarmzeichen für die Wespen – also total kontraproduktiv! Mit einem Wassernebel aus einer Sprühflasche in Richtung der Wespen drehen diese ab in ihr Nest, weil sie instinktiv mit Regen rechnen. Um den Wespen keinen Schaden zuzufügen sollten vorher benutzte Sprühflaschen frei von Rückständen (Fensterreiniger etc.) sein.

 

 

 

Gespinstmotte

Die spinnen ja, die Motten

 

Im Frühsommer gibt es verschiedene Büsche, Sträucher und Bäume, die mit seltsamen Gespinsten überzogen sind. Im ersten Moment und bei nicht genauerem Hinschauen könnte man an viele Spinnennetze denken. Es handelt sich aber hierbei aber nicht um Spinnen, sondern um Raupen der Gespinstmotte. Aus den abgelegten Eiern, die in Bäumen unter einer Schutzschicht überwintern, schlüpfen im Frühjahr Larven. Aus diesen entwickeln sich gefräßige gelb-graue, gefleckte Raupen, die die Blätter bis aufs Gerippe kahl fressen. Aus den Gerippen bauen die Raupen eine Behausung, um sich darin zu verpuppen. Der Kreislauf schließt sich, daraus schlüpfen neue Falter. Die Raupen tummeln sich in Massen in den Gespinsten und fressen die befallenen Bäume und Büsche teilweis komplett kahl. Obwohl die Büsche katastrophal aussehen können sie sich in den meisten Fällen doch wieder erholen. Wer diese Raupen im eigenen Garten frühzeitig entdeckt, tut gut daran sie abzusammeln, oder die befallenen Äste abzuschneiden und in der Mülltonne zu entsorgen.

Respektlose Amseln

Wie schön, wenn früh morgens und abends wieder der Gesang der Amseln zu hören ist. Der Winter, der in diesem Jahr eigentlich keiner war, ist so gut wie vorbei, die Vögel suchen sich einen Platz zum Nisten. Sie sind überall präsent. Im Garten, in Parkanlagen und natürlich auch auf Terrassen, so diese einigermaßen sicher sind. Meine Terrasse ist sicher und das nutzen die Vögel gerne. Die Kübel der winterharten Pflanzen, die mit neuer Erde aufgefüllt sind  sind ein beliebtes Ziel der Amseln. Fast könnte man meinen, sie warten genau den Zeitpunkt ab bis alle Pflanzkübel wieder an ihrem neuen Ort stehen. Alles ist schön gestaltet, ordentlich aufgeräumt und am nächsten Morgen – ich traue meinen Augen nicht: die Erde ist über die ganze Terrasse verteilt, tiefe Erdbewegungen  in den Pflanztöpfen – die Amseln haben wieder mal ganze Arbeit geleistet. Jedes Jahr das gleiche Spiel. Ich nehme es mit Humor, denn der tägliche, fröhliche Gesang macht alles wieder wett. Besen und Schaufel stehen schon parat, das wird sich noch einige male wiederholen.

Amseln suchen nach Fressbarem Amseln scharren die Erde aus dem Topf

Aus der Mythologie:
Die letzten drei Tage im Januar können in Norditalien manchmal noch sehr kalt sein und werden aus diesem Grund die "Amseltage" genannt.
Einer lokalen Legende zufolge waren Amseln einst weiß. Vor langer Zeit suchte eine Amsel Schutz vor der Kälte in einem Kamin, da wurden ihre weißen Federn schwarz vom Rauch, und seitdem sind alle Amseln schwarz.

Altweibersommer – Spinnennetze

Immer wieder faszinierend wie die Spinnen ihre Netze weben. Jetzt im Altweibersommer lassen sich die Spinnen an ihren Fäden durch die Luft tragen und weiben (knüpfen) ihre Netze. Die Nächte werden kühler, die Netze sind morgens mit Tau benetzt und hängen wie kleine Kunstwerke zwischen den Gräsern. Ganz besonders schön anzuschauen sind sie wenn sie von den ersten Sonnenstrahlen erfasst werden und sich das Licht in ihnen bricht.

Spinnennetz

Schachtelhalm umgarnt

 

Spinnenkunst-Spinnennetz Spinnennetz mit Tautropfen

 

Zauneidechsen dürfen sich hier wohlfühlen

Rückzugsgebiet für Zauneidechsen neuer Lebensraum für Zauneidechsen

Das Grundstück, was hier auf den ersten Blick ungepflegt aussieht hat seine Berechtigung, denn hier wurde für die selten gewordenen Zauneidechsen ein Rückzugsgebiet geschaffen.

Hinweis auf Zauneidechsen Zauneidechse

Die Bestände der Zauneidechse werden vor allem durch die Zerstörung von Lebensräumen und Kleinstrukturen in der Landschaft dezimiert.Deshalb stösst man bei Spaziergängen immer wieder auf solche Tafeln, wie hier im Raum Bruchsal. Hier wird den Eidechsen durch Renaturierung ein neues Stück Lebensraum geschaffen. Zauneidechsen besiedeln Magerbiotope wie trockene Waldränder, Bahndämme, Heideflächen, Dünen. In Steinbrüchen und Kiesgruben fühlen sich diese Amphibien ebenso wohl wie in Wildgärten. Alle ähnlichen Lebensräume mit einem Wechsel aus offenen, lockerbödigen Abschnitten und dichter bewachsenen Bereichen nehmen die Zauneidechsen gerne an. Genau das wurde auf diesem Grundstück mit Elementen wie Totholz und Altgras geschaffen.

Wespen machen Stress

Sommer-Sonne-Satt

Wespe auf Kugeldistel Kugeldistel hat Besuch

Die Sonne meint es in diesem Jahr gut mit uns, alle Sonnenhungrigen kommen voll auf ihre Kosten. Wer kann, verbringt seine Freizeit im Garten, Picknick ist angesagt, bei diversen Festen oder natürlich beim Baden. Das Wetter gefällt nicht nur uns Menschen, es ist ein ideales Insektenjahr, allen voran die Wespen. Gerade die sind es, die uns beim gemütlichen Essen und Trinken im Freien etwas Stress machen. Sie sind in diesem Jahr nicht agressiver wegen der warmen Temperaturen, wie oft vermutet wird. Das milde winterliche Klima hat die Population begünstigt und so sind es eben viele, die ihre Energie auftanken müssen. Dazu brauchen sie, wie die Menschen auch, Eiweiß und Kohlehydrate, die sie auf unseren reich gedeckten Tischen zur Genüge vorfinden. Man kann Menschen beobachten, die wild um sich schlagen und versuchen die Plagegeister loszuwerden. Dadurch kommen die Wespen aber immer mehr in Rage und setzen sich natürlich zur Wehr. Wer schon mal gestochen wurde, kennt den brennenden Schmerz der ein paar Tage anhält. Wenn es dabei bleibt ist es zwar schmerzhaft, aber nicht lebensbedrohlich. Anders für die drei Millionen Menschen, die nach einem Stich allergisch reagieren und einen anaphylaktischen Schock erleiden können. Da ist dann wirklich schnelle Hilfe nötig, denn für diese Menschen kann ein Wespenstich tödlich sein.
Fazit: Aufpassen was man gerade genüßlich in den Mund steckt, denn ganz schnell hat sich, auf allem was offen auf dem Tisch steht, wieder eine Wespe niedergelassen. Ganz besonders achtsam muß man bei Getränken aus der Dose sein, denn auch davor machen Wespen keinen Halt und ein Stich im Mund ist ganz besonders heftig. Die Schleimhäute schwellen an, der Gang zum Arzt wird notwendig.

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