Archiv für die Kategorie ‘Schädlinge / Nützlinge’

Hornissen vertilgen nicht nur Gartenschädlinge

 

sie können auch Rindenschäden verursachen. Speziell an Flieder, Birke, Esche oder auch an Ahorn kann man Rindenabschnitte beobachten, die wie abgeschält aussehen.

Die Hornissen schälen die Rinde um den austretenden Saft für ihre Ernährung zu nutzen. Nicht etwa um ihre Larven im Hornissennest zu ernähren, dafür wird tierische Beute verwendet, worüber sich die Gartenbesitzer wiederum freuen dürften. Hornissen sind respekteinflössende Insekten mit einem tiefen Brummen und wer mal mit ihnen in Berührung gekommen ist, wird versuchen, sich von ihnen fernzuhalten. Mit einem Hornissenstich ist nicht zu spassen. Der Stich ist nicht lebensbedrohlich wenn der Gestochene keine allergischen Reaktionen zeigt. Aber er ist allemal schmerzhaft und es kan einige Tage dauern bis die Schwellungen mitsamt den Schmerzen wieder abgeklungen sind.
Hornissen sind nach der Bundesartenschutz-Verordnung als besondes geschütze Art eingestuft und dürfen keinesfalls bekämpft werden.

 

 

 

 

 

 

Angriffslustige Wespen

Wer kennt das nicht, der Tisch ist draussen, auf der Terrasse oder im Garten, schön appetitlich gedeckt und bevor alle sitzen haben sich die Wespen schon niedergelassen. Das verdirbt so manchem Gast den Appetit, ganz besonders wenn jemand allergisch auf Wespen reagiert. Es gibt eine Möglichkeit sich gegen diese kleinen Biester zur Wehr zu setzen:

Gegen angriffslustige Wespen kann man sich mit Hilfe eines Wasserzerstäubers wehren. Anpusten oder nach ihnen schlagen macht die Tiere unruhig und agressiv. Durch Anpusten wird das Kohlendioxyd in der Atemluft freigesetzt und das gilt als Alarmzeichen für die Wespen – also total kontraproduktiv! Mit einem Wassernebel aus einer Sprühflasche in Richtung der Wespen drehen diese ab in ihr Nest, weil sie instinktiv mit Regen rechnen. Um den Wespen keinen Schaden zuzufügen sollten vorher benutzte Sprühflaschen frei von Rückständen (Fensterreiniger etc.) sein.

 

 

 

Gespinstmotte

Die spinnen ja, die Motten

 

Im Frühsommer gibt es verschiedene Büsche, Sträucher und Bäume, die mit seltsamen Gespinsten überzogen sind. Im ersten Moment und bei nicht genauerem Hinschauen könnte man an viele Spinnennetze denken. Es handelt sich aber hierbei aber nicht um Spinnen, sondern um Raupen der Gespinstmotte. Aus den abgelegten Eiern, die in Bäumen unter einer Schutzschicht überwintern, schlüpfen im Frühjahr Larven. Aus diesen entwickeln sich gefräßige gelb-graue, gefleckte Raupen, die die Blätter bis aufs Gerippe kahl fressen. Aus den Gerippen bauen die Raupen eine Behausung, um sich darin zu verpuppen. Der Kreislauf schließt sich, daraus schlüpfen neue Falter. Die Raupen tummeln sich in Massen in den Gespinsten und fressen die befallenen Bäume und Büsche teilweis komplett kahl. Obwohl die Büsche katastrophal aussehen können sie sich in den meisten Fällen doch wieder erholen. Wer diese Raupen im eigenen Garten frühzeitig entdeckt, tut gut daran sie abzusammeln, oder die befallenen Äste abzuschneiden und in der Mülltonne zu entsorgen.

Respektlose Amseln

Wie schön, wenn früh morgens und abends wieder der Gesang der Amseln zu hören ist. Der Winter, der in diesem Jahr eigentlich keiner war, ist so gut wie vorbei, die Vögel suchen sich einen Platz zum Nisten. Sie sind überall präsent. Im Garten, in Parkanlagen und natürlich auch auf Terrassen, so diese einigermaßen sicher sind. Meine Terrasse ist sicher und das nutzen die Vögel gerne. Die Kübel der winterharten Pflanzen, die mit neuer Erde aufgefüllt sind  sind ein beliebtes Ziel der Amseln. Fast könnte man meinen, sie warten genau den Zeitpunkt ab bis alle Pflanzkübel wieder an ihrem neuen Ort stehen. Alles ist schön gestaltet, ordentlich aufgeräumt und am nächsten Morgen – ich traue meinen Augen nicht: die Erde ist über die ganze Terrasse verteilt, tiefe Erdbewegungen  in den Pflanztöpfen – die Amseln haben wieder mal ganze Arbeit geleistet. Jedes Jahr das gleiche Spiel. Ich nehme es mit Humor, denn der tägliche, fröhliche Gesang macht alles wieder wett. Besen und Schaufel stehen schon parat, das wird sich noch einige male wiederholen.

Amseln suchen nach Fressbarem Amseln scharren die Erde aus dem Topf

Aus der Mythologie:
Die letzten drei Tage im Januar können in Norditalien manchmal noch sehr kalt sein und werden aus diesem Grund die "Amseltage" genannt.
Einer lokalen Legende zufolge waren Amseln einst weiß. Vor langer Zeit suchte eine Amsel Schutz vor der Kälte in einem Kamin, da wurden ihre weißen Federn schwarz vom Rauch, und seitdem sind alle Amseln schwarz.

Altweibersommer – Spinnennetze

Immer wieder faszinierend wie die Spinnen ihre Netze weben. Jetzt im Altweibersommer lassen sich die Spinnen an ihren Fäden durch die Luft tragen und weiben (knüpfen) ihre Netze. Die Nächte werden kühler, die Netze sind morgens mit Tau benetzt und hängen wie kleine Kunstwerke zwischen den Gräsern. Ganz besonders schön anzuschauen sind sie wenn sie von den ersten Sonnenstrahlen erfasst werden und sich das Licht in ihnen bricht.

Spinnennetz

Schachtelhalm umgarnt

 

Spinnenkunst-Spinnennetz Spinnennetz mit Tautropfen

 

Zauneidechsen dürfen sich hier wohlfühlen

Rückzugsgebiet für Zauneidechsen neuer Lebensraum für Zauneidechsen

Das Grundstück, was hier auf den ersten Blick ungepflegt aussieht hat seine Berechtigung, denn hier wurde für die selten gewordenen Zauneidechsen ein Rückzugsgebiet geschaffen.

Hinweis auf Zauneidechsen Zauneidechse

Die Bestände der Zauneidechse werden vor allem durch die Zerstörung von Lebensräumen und Kleinstrukturen in der Landschaft dezimiert.Deshalb stösst man bei Spaziergängen immer wieder auf solche Tafeln, wie hier im Raum Bruchsal. Hier wird den Eidechsen durch Renaturierung ein neues Stück Lebensraum geschaffen. Zauneidechsen besiedeln Magerbiotope wie trockene Waldränder, Bahndämme, Heideflächen, Dünen. In Steinbrüchen und Kiesgruben fühlen sich diese Amphibien ebenso wohl wie in Wildgärten. Alle ähnlichen Lebensräume mit einem Wechsel aus offenen, lockerbödigen Abschnitten und dichter bewachsenen Bereichen nehmen die Zauneidechsen gerne an. Genau das wurde auf diesem Grundstück mit Elementen wie Totholz und Altgras geschaffen.

Wespen machen Stress

Sommer-Sonne-Satt

Wespe auf Kugeldistel Kugeldistel hat Besuch

Die Sonne meint es in diesem Jahr gut mit uns, alle Sonnenhungrigen kommen voll auf ihre Kosten. Wer kann, verbringt seine Freizeit im Garten, Picknick ist angesagt, bei diversen Festen oder natürlich beim Baden. Das Wetter gefällt nicht nur uns Menschen, es ist ein ideales Insektenjahr, allen voran die Wespen. Gerade die sind es, die uns beim gemütlichen Essen und Trinken im Freien etwas Stress machen. Sie sind in diesem Jahr nicht agressiver wegen der warmen Temperaturen, wie oft vermutet wird. Das milde winterliche Klima hat die Population begünstigt und so sind es eben viele, die ihre Energie auftanken müssen. Dazu brauchen sie, wie die Menschen auch, Eiweiß und Kohlehydrate, die sie auf unseren reich gedeckten Tischen zur Genüge vorfinden. Man kann Menschen beobachten, die wild um sich schlagen und versuchen die Plagegeister loszuwerden. Dadurch kommen die Wespen aber immer mehr in Rage und setzen sich natürlich zur Wehr. Wer schon mal gestochen wurde, kennt den brennenden Schmerz der ein paar Tage anhält. Wenn es dabei bleibt ist es zwar schmerzhaft, aber nicht lebensbedrohlich. Anders für die drei Millionen Menschen, die nach einem Stich allergisch reagieren und einen anaphylaktischen Schock erleiden können. Da ist dann wirklich schnelle Hilfe nötig, denn für diese Menschen kann ein Wespenstich tödlich sein.
Fazit: Aufpassen was man gerade genüßlich in den Mund steckt, denn ganz schnell hat sich, auf allem was offen auf dem Tisch steht, wieder eine Wespe niedergelassen. Ganz besonders achtsam muß man bei Getränken aus der Dose sein, denn auch davor machen Wespen keinen Halt und ein Stich im Mund ist ganz besonders heftig. Die Schleimhäute schwellen an, der Gang zum Arzt wird notwendig.

Blattläuse, Probleme und Lösungen

Warum sind Blattläuse eigentlich schädlich?

Rote BlattlausAuch wenn Blattläuse noch so klein sind, sie können sehr schädlich für die Pflanzen werden. Blattläuse saugen im wahrsten Sinne des Wortes die Pflanzen aus. Die Folge sind: Knospen reifen nicht mehr aus, Blätter fallen aus oder die Pflanze wächst schlecht. Es fehlt ihr einfach an Energie. Doch das Schlimmste folgt dann erst. Blattläuse sind Krankheitsüberträger, sie übertragen Viren und Bakterien auf die Pflanzen, die diese somit langsam zerstören. Viele Viren sind zudem nicht behandelbar im Gegensatz zu Pilzen oder Bakterien.

 

 

Ohne Chemie die Schädlinge loswerden
Man muss nicht gleich mit der chemischen Keule anrücken, um die Plagegeister loszuwerden. Eine Alternative bilden andere Insekten, die natürliche Feinde der Schädlinge darstellen.

Marienkäfer
Der Marienkäfer oder auch Glückskäfer genannt, ist ein natürlicher Fressfeind der Blattlaus. Marienkäfer kann man in Tierhandlungen aber auch im Internet erwerben. Als Larven oder auch als ausgewachsene Käfer sind sie zu kaufen. Die Larven und auch die Käfer selbst essen etliche Blattläuse pro Tag und sind somit ein natürlicher Bekämpfer dieses Plagegeistes.

Blattlaus-Vertilger Marienkäfer

Florfliegenlarve
Auch die Florfliegenlarve ist ein natürlicher Feind der Blattlaus. Sie kann man im Internet als Larve oder als Eier kaufen. Leider sind sie nicht für das Freiland geeignet, da sie sehr klein sind und selbst als Nahrungsgrundlage für andere Tiere dienen. Deshalb sollte man sie in der Wohnung oder im Gewächshaus anwenden. Diese Larven sind im Allgemeinen sehr gefräßig und machen sich nicht nur Blattläuse her sondern auch über andere Schädlinge. Im Larvenstadium vertilgen diese kleinen Dinger bis zu 700 Blattläuse in zwei bis drei Wochen.

Gallmücke
Die Gallmücke wird meist im Internet im Puppenstadium verkauft. Sie ist sehr gut für das Freiland geeignet. Die Gallmücke sticht die Blattläuse an und saugt diese aus. Sie sind nachtaktiv und bekämpfen die Schädlinge bei Nacht. Sie sind so effektiv, dass sie in nur wenigen Tagen ganze Blattlauskolonien ausradieren können. Ein kleiner Nachteil: die Gallmücke benötigt eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit von circa 72 %.

Ohrenkneifer
Zur Lieblingsspeise der Ohrenkneifer oder auch Ohrenwürmer gehören die Blattläuse. Diese kleinen Insekten sind nachtaktiv und attackieren ihre Opfer nachts. Aus diesen Grund benötigen sie in der Nähe der befallenen Pflanze auch einen Unterschlupf zum Verstecken.

Natürliche Abwehrmittel
Natürlich gibt es auch andere Methoden um die Schädlinge loszuwerden.
 

Brennnesselsud
Auch gegen Blattläuse ist ein Kraut gewachsen. Jeder kann es in seinem Garten oder in der      Nähe finden. Man sollte einen Eimer bis zur Hälfte mit Brennnesseln füllen, diese dann mit kochenden Wasser übergießen und einen Tag ruhen lassen. Den entstandenen Sud, ohne den Blättern, in einen Blumensprüher einfüllen und die betroffene Pflanze damit besprühen. Hierbei kann man ruhig großzügig sein, denn der Sud tut der Pflanze selbst nichts an. Da es auf der Pflanze auch noch Eier geben kann, muss man sie gegebenfalls noch ein paar Mal einsprühen.

Brennnesseln  

Mit der Pinzette absammeln
Eine weitere Methode ist das Absammeln der Blattläuse mit einer Pinzette. Diese Arbeit ist sehr mühevoll und es kann passieren, dass man nicht alle erwischt. Auch Eier, die die Blattläuse gelegt haben, können auch noch später ein Problem werden. Da daraus weitere Läuse schlüpfen.

Schmierseife gegen Blattläuse
Schmierseife ist ein uraltes Rezept gegen Blattläuse. Die Schmierseifen – Lösung verklebt die Läuse, sodass sie nicht mehr atmen können und ersticken. Dafür ist nicht jede ökologische Schmierseife geeignet. Man sollte nur Kali – Seife verwenden. Für die Herstellung einer solchen Lösung benötigt man 150 g – 300 g Schmierseife die in 10 Litern Wasser aufgelöst werden. Die entstandene Lösung kann man dann auf die Blattläuse spritzen.
 

Läuse

Fazit
Es gibt eine Vielzahl ökologischer Mittel zur Bekämpfung der Blattläuse. Jeder sollte für sich die richtige Methode auswählen. Dies ist abhängig von der Lage der betroffenen Pflanze. Steht sie im Freien oder in der Wohnung. Aber auch welche Mittel für die Umgebung am besten geeignet sind. Man muss nicht immer zur chemischen Keule greifen um diesen ungeliebten Plagegeistern den Gar auszumachen.

Ein Beitrag von www.Gartenchef.de
 

Hier kann man Nützlinge online bestellen:
http://www.nuetzlinge.de
http://www.neudorff.de/pflanzenpflege/nuetzlinge/grundlagen/nuetzliche-insekten.html

 

 

Stadtimker

 „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“
Albert Einstein

Hummel auf Brombeerblüte Biene

Um es nicht soweit kommen zu lassen werden immer mehr Anstrengungen unternommen um die negativen Eingriffe des Menschen in die Natur wieder ins Lot zu bringen. Eine große Bedrohung für  Bienen und Insekten stellt der Entzug des Lebensraumes durch die ständig größer werdenden Monokulturflächen dar. Eine Initiative die dem entgegenwirken möchte nennt sich Stadtimker. Hier entsteht ein Netzwerk von Münchner Imkern, urbanen Gärtnern, hoffnungslosen Honigjunkies und manischen Bienenstreichlern, die den Bienen Lebensräume in der Stadt schaffen! Das macht Hoffnung, denn seit Jahren ist immer wieder die Rede vom Bienensterben und fehlendem Nachwuchs bei den Imkern. Obwohl bekannt ist, dass die Biene auf Grund Ihrer Bestäubungsleistung das drittwichtigste Nutztier des Menschen, nach Rind und Schwein ist, schenkt man ihr viel zu wenig Beachtung. Den Wert der Bienen (zu denen letztlich neben Honigbienen auch Wildbienen, Hummeln, Wespen und Hornissen zählen) nur auf die reine Wirtschaftsleistung zu begrenzen wäre deutlich zu kurz gegriffen, denn diese Insekten bilden das Rückgrat unseres gesamten Ökosystems. Hier finden sie Seiten mit allen Informationen  zu den Stadtimkern und wichtige Hinweise wie man sich für eine intakte Natur einsetzen oder Unterstützung leisten kann. Außerdem werden viele Themen wie Ökologie, Artenvielfalt, Gentechnik und Pestizide zur Diskussion gestellt.

Eichenprozessionsspinner

Gefährliche Raupe befällt Eichen

Der Eichenprozessionsspinner breitet sich in Deutschland immer weiter aus. Wir haben schon vor einigen Jahren schlechte Erfahrungen mit dem Eichenprozessionsspinner in Frankreich gemacht. Die Eichen hatten Prozessionen von Raupen an ihren Stämmen, die wie in Netze eingewoben waren. Dort war der Eichenprozessionsspinner bis zu dem Zeitpunkt kaum bekannt, und viele der Gäste, die sich im Freien auf gehalten haben und von schönen Pfingstferien geträumt haben, wurden richtig krank und bekamen schlimme Allergien. Das die Lebensbedingungen sich für die Schmetterlingsart, die eigentlich aus Südeuropa stammt, sich so verbessert haben, müssen wir wohl dem Klimawandel zuschreiben.
Die Raupen sind gespickt mit giftigen Brennhaaren, etwa 600.000 pro Tier. Sie enthalten das Nesselgift Thaumetopoein. Auch wenn sich die Raupen bereits gehäutet und zu harmlosen Faltern geworden sind, bleiben Millionen der Haare in den Nestern zurück. Bei der Berührung der Haut kommt es durch das Nesselgift der Haare zu Hautausschlägen mit intensivem Juckreiz.

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