Posts Tagged ‘Dickmaulrüssler’

Niembaum – Niempresskuchen

Zum Anbau ökologisch zertifizierter Lebensmittel geeignet.

Der Neembaum/ Niembaum ist in Indien und Pakistan beheimatet, ist aber in der Zwischenzeit auch in den subtropischen und tropischen Klimazonen in fast allen Kontinenten zu finden. Er wächst recht schnell, kann Trockenperioden problemlos überstehen indem er bei ausbleibendem Regen seine Blätter abwirft, und sich somit vor Trockenschäden schützt. Der Niembaum kann bis zu 20 Meter hoch werden und kann ein greisenhaftes Alter (200 Jahre) erreichen. Der Stamm ist im Allgemeinen relativ kurz und selten höher als dreieinhalb Meter. An der ersten Verzweigung ist die Rinde hart und zwischen weißlich/grau bis rötlichbraun gefärbt. Die äußeren Holzschichten sind hell, die inneren rötlich. Wenn die inneren Holzschichten mit Luft in Berührung kommen, färben sie sich rötlichbraun. Das Wurzelsystem besteht aus einer starken Hauptwurzel, die doppelt so tief in das Erdreich reichen kann wie der Baum hoch ist, sowie einem verzweigten Wurzelsystem. Bereits nach vier Jahren trägt ein Niembaum erstmals Früchte. Nach zehn Jahren liefert er 40 bis 50 Kilogramm Früchte und erreicht damit seinen vollen Fruchtertrag.
Die Niemrohstoffe sind vielseitig einsetzbar. Im biologischen Land- und Gartenbau, in der Tierpflege, in der Kosmetik finden sie Verwendung. Die Rohstoffe können direkt, oder verarbeitet, angewendet werden. Wichtig zu wissen: Niem ist für Menschen und Haustiere völlig ungiftig.
In der Landwirtschaft und im Garten hat Niem eine universelle pflanzenkräftigende Wirkung. Der gemahlene Niempresskuchen kann nicht nur zur Anreicherung des Bodens dienen, er eignet sich bestens zur Vertreibung und Abwehr von schädlichen Insekten. Bodenschädlinge wie Nemathoden, Trauermückenlarven oder Dickmaulrüssler werden auf natürliche Weise daran gehindert sich weiter zu entwickeln. Das Schlüpfen der Nemathoden aus den Eigelegen wird deutlich reduziert. Wer also ohne giftige Spritzmittel auskommen möchte, sollte sich intensiv mit Niempresskuchen befassen. Zum Spritzen wird ein Wasserextrakt aus Niempresskuchen oder Niemsamen hergestellt. Einfach in Wasser einrühren und einige Stunden ziehen lassen. Die groben Bestandteile werden abgesiebt und danach die befallenen Pflanzen mit dem Extrakt besprüht. Gegen Schnecken, Stengelbohrer oder im Boden lebende Insekten kann der Niempresskuchen auf den Boden ausgebracht, und mit Wasser eingeschlämmt werden.
Neimprodukte kann man her bestellen: Klaus Thiele, info@terraeconet.eu, Tel.: 0365-2266601

 

Pflanzgefäße reinigen

Die Blütenpracht geht zu Ende

Die Balkon- und Beetbepflanzungen haben den ganzen Sommer üppig geblüht.
Noch scheint tagsüber die Sonne und es, ist noch nicht so bärig kalt, also ist jetzt die beste Zeit zum Abräumen.

Dazu werden die Kästen und Pflanztöpfe ausgeleert und gründlich gesäubert,
am besten mit heißem Wasser und Bürste.
Die Pflanzenteile können kompostiert werden oder kommen auf den Häckselplatz.

Die Erde wird ebenso entsorgt.
Sie ist durch das starke Pflanzenwachstum so stark ausgelaugt worden,
dass sie im nächsten Jahr nicht mehr verwendet werden sollte.

Außerdem finden sich in der Erde häufig Raupen und Larven, allen voran die Larven der Dickmaulrüssler,
die dort überwintern und sich in der kommenden Saison an den frischen Pflanzen erfreuen,
sehr zum Leidwesen der Gartenfreunde.

Dickmaulrüssler

Dickmaulrüssler

sind äusserst gefräßige, nachtaktive Käfer, die zwar nicht fliegen können aber dafür sehr gut zu Fuß unterwegs sind! Dieser Käfer verschont nicht einmal die Balkonpflanzen, er klettert an Wänden oder Vorrichtungen hoch und richtet an den Pflanzen großen Schaden an. Sichtbar wir der Befall durch vom Rand her angefressene Blätter. Die Larve dagegen vernichtet ganze Pflanzen durch Wurzelfraß. Der scheue Käfer entnommen aus Wikipedia kann nur mit der Taschenlampe, oder besser noch Kopflampe, damit beide Hände frei sind, abgesammelt werden, was aber nicht so einfach ist, weil er sich bei Gefahr sofort zu Boden fallen läßt. Aufgehängte Tontöpfe, die mit Holzwolle gefüllt sind, werden gerne als Unterschlupf angenommen. Umgestülpte Töpfe erfüllen den gleichen Zweck. An diesen Plätzen lassen sich die Dickmaulrüssler einigermaßen leicht absammeln. Da meine Terrasse gut mit winterharten Pflanzen bestückt ist, bleibt es nicht aus, dass sich immer wieder Dickmaulrüssler einnisten, obwohl ich ständig kontrolliere. Durch neue Pflanzen, sowie auch durch gekaufte  Gartenerde  kann man sich die Larven einschleppen .  Dickmaulrüssler sind vorwiegend weiblich, sie benötigen zum Fortpflanzen keine männlichen Partner. In den unbefruchteten Eiern, die immer direkt an den Wurzelhals von Büschen abgelegt werden entwickeln sich die Larven. Dort finden sie genügend Nahrung. Die Eiablage findet den ganzen Sommer über statt, die Junglarven fressen die Wurzeln an und überwintern in den Wurzelballen. Ende Mai bis Anfang Juni schlüpfen die Jungkäfer und beginnen sofort die neu ausgetriebenen Blätter anzufressen. Besonders beliebt sind Glanzmistel (Photinia), Lorbeer, Euonimus, Kletterhortensien, alles Pflanzen, die dekoratives Blattwerk haben. Ganz schön ärgerlich, wenn die Pflanzen von einem auf den anderen Tag total angefressen sind. Glücklicherweise gibt es mittlerweile Möglichkeiten zur Bekämpfung. Erstens im Larvenstadium, was ganz wichtig ist. Denn wenn man bedenkt das Dickmaulrüssler ein bis drei Jahre leben und in dieser Zeit bis zu 1.000 Nachkommen produzieren, sollte man frühzeitig aktiv werden. Gegen die Larven helfen HM-Nematoden. Nematoden entwickeln sich und ihre Wirkung am besten bei  einer Bodentemperatur zwischen 15 und 22 Grad. Sind die Käfer bereits ausgewachsen wird eine Dickmaulrüsslerfalle angeboten.

 

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