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Kräuteranbau

Kräuteranbau für Hobbymediziner und Köche

Bald ist es wieder Frühling und es kann über die Möglichkeiten auf Balkon oder Terrasse noch eine Kräuterecke einzurichten nachgedacht werden. Immer mehr Menschen beschäftigen sich mit Gesundheitsthemen und werden auf die vielen Möglichkeiten biologischer Mittel aufmerksam. So ist es kein Wunder, dass der eigene Kräuteranbau für Tees oder zum Würzen leckerer Speisen an  Bedeutung gewinnt.

Wer viel Zeit und Lust hat, der kann sich seine Kräuterpflanzen aus Samen, welche auch „Bio“ zu bekommen sind, selbst heranziehen. Für alle anderen halten Gärtnereien, Wochenmärkte und Versandhändler ab März/April eine Vielzahl kräftiger, teils schon zur Ernte einsatzbereite Jungpflanzen bereit. Um ein gesundes Weiterwachsen zu ermöglichen müssen die Standortbedingungen stimmen. So ist es wichtig zu wissen, wer Sonne und wer Schatten benötigt und wer sich mit anderen nicht so gut verträgt. Starkwüchsiges wie Koriander, Fenchel, Pfefferminze, Melisse und Kamille eignen sich nur für das Beet im Garten. Gleiches gilt für Ringelblumen, Dill und Boretsch, welche allesamt viele Samen ausbilden und im nächsten Jahr im halben Garten zu finden sind. Basilikum gedeiht am besten ganz alleine in einem großen Kasten oder Kübel.

Basilikum

 

 

 

 

 

 

Während alle im Süden vorkommenden Kräuter, wie Thymian, Rosmarin, Lorbeer, Rauke und Salbei mindestens den halben Tag von der Sonne beschienen sein sollten, bevorzugen Schnittlauch, Petersilie, Baldrian und Bärlauch die halbschattigen Plätze. Die Erde sollte immer mit einem Drittel Sand gemischt werden um Staunässe zu vermeiden und eine gute Durchwurzelung zu gewährleisten. Gedüngt wird ausschließlich mit organischen Düngern. Pflanztipp: Für kleinere Balkone, auf denen nicht genügend Platz für reine Kräuterkästen ist, kann die Bepflanzung auch mit Sommerblumen und Kräutern kombiniert werden. Das sieht toll aus, ist praktisch und auch für Anfänger bestens geeignet.

Duftpflanzen

Düfte sind etwas ganz Besonderes, sie können beruhigend auf uns einwirken oder können längst vergessene Erinnerungen wieder zurückholen. Während meiner Floristenlaufbahn hatte ich immer wieder Kunden, die duftende Blüten oder Pflanzen verlangten, für sich selbst oder auch zum Verschenken an Blinde. Dem wurde Rechnung getragen, in den letzten Jahren wurde bei den Züchtungen, vorwiegend bei Rosen, immer mehr Wert auf duftende Blüten gelegt. Der Geruchssinn wirkt im Gegensatz zum Sehen und Hören, direkt und schnell. bühender Rosmarin
Die schnelle Wirkung der Gerüche ist ein Relikt aus uralten Zeiten, als der Riechsinn signalisierte, ob etwas essbar oder ungenießbar war.Viele Kräuter wie Salbei, Katzenminze, Thymian, Majoran, Rosmarin, Bohenkraut und Duftgeranien duften erst, wenn sie berührt werden.

Zitronenthymian Bohnenkraut

Die ätherischen Öle sind in ihren Blättern gespeichert und werden erst bei Berührung freigesetzt. Andere Blüten verströmen ihren Duft so überschwänglich, dass er schon von Weitem wahrgenommen werden kann. Flieder zum Beispiel, Jasmin oder Hyazinthen oder ­Soroccia. Wer mit seinem Platz nicht so verschwenderisch umgehen kann, sollte zumindest einige duftende Pflanzen im Sitzbereich ansiedeln. Denn was gibt es Schöneres als zum Feierabend in einem stillen Eckchen seinen Gedanken nachzuhängen und die betörenden Düfte zu genießen. DuftroseRosen, vor allem die alten resistenten Sorten, werden heute vermehrt angeboten, sie gehören auf jeden Fall in die Palette der Duftpflanzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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